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Beim Dresdner Porzellan-Nachwuchs-Cup im RAMADA Hotel zeigten die besten
sächsischen Talente der Jahrgänge 1996 bis 1999 tolle Leistungen. Nach einiger
Startnervosität in der ersten Runde wurde in den verbleibenden Partien sehr
konzentriertes und überlegtes Schach gespielt. Vielleicht schauten sie sich
diese Spielweise bei den Großmeistern des Porzellan-Cups im Nebenraum ab.
Im Turnier setzte von Beginn an Moritz Dresig (USG Chemnitz) Akzente und wurde
seiner Favoritenposition voll gerecht. Sicher und überlegen gewann er nach
anfänglicher Aufregung alle seine Partien. Die 5. Runde war ein richtiges
Finale. Moritz lag einen halben Punkt führend vor Tim Wildermuth (SC
Leipzig-Gohlis). Beide hatten noch die Chance auf den Sieg. Souverän überspielte
Moritz jedoch Tim, der schließlich auf Rang 3 einkam. Bei Tim war jedoch kein
Zeichen von Traurigkeit zu sehen. Er war mit seiner Spielweise die Überraschung
des Turniers.
Zwischen beide schob sich in der Schlussrunde Charley Walczak (SV
Dresden-Striesen). Sein hervorragender 2. Platz kommt für den letztjährigen
Bezirksmeister der U8 nicht von allein. Charley kann bereits auf große
Turniererfahrungen u.a. in vielen Auslandsturnieren zurückblicken.
Zu den vielen Überraschungen zählte auch Erik Koch (USG Chemnitz). Er
verbesserte sich durch gutes Spiel von Startrang 17 auf den 11. Platz. Toll!
Ebenso spielte Victor Stefani (USV TU Dresden) ein sehr gutes Turnier. In der
Schlussrunde hatte er sogar die Sensation auf dem Brett. Er konnte seine bessere
Stellung jedoch nicht zum Sieg verwandeln, mit dem er sogar den Bronzerang
erreicht hätte.
Zu den geschlagene zählte Marc Fischbach und die vier Mädchen des Turniers. Für
die Mädchen sind die Porzellan-Felder offenbar kein gutes Pflaster. Anne Kempe
(Chemnitzer SC Aufbau ’95) platzierte sich mit drei Siegen als Jüngste des
Turniers auf Platz 8.
In bleibender Erinnerung wird neben den sportlichen Erfolgen vielen das tolle
Ambiente des Turniers bleiben. Unter der umsichtigen Leitung von Dr. Walter
Nauber und Frank Quabs und Dank der Unterstützung von Euroschach Dresden konnten
schließlich alle als Sieger mit Urkunden und Preisen die Heimreise antreten.
Falk Sempert
www.schachfestival.de
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