vom 07. bis 15.06.2003 in Willingen
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www.dem2003.de

Teilnehmer aus Sachsen/Endstand:
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Pkt. |
Platz |
| U18: |
Falko Bindrich |
2284 |
Dresdner SC 1898 |
5½ |
5. |
| |
Volker Seifert |
2319 |
Dresdner SC 1898 |
5½ |
7. |
| |
Raphael Döhn |
2009 |
USV TU Dresden |
3½ |
20. |
| U18w: |
Maria Schöne |
2029 |
SC 1911 Großröhrsdorf |
6½ |
3. |
| |
Anne Czäczine |
2072 |
Chemnitzer SC Aufbau |
5½ |
4. |
| |
Franziska Beltz |
2010 |
SC Leipzig-Gohlis |
5½ |
6. |
| |
Petra Morgenstern |
2119 |
Dresdner SC 1898 |
5 |
9. |
| |
Franziska Fey |
2045 |
Rodewischer Schachmietzen |
5 |
10. |
| |
Steffi Bloß |
1710 |
Muldental Wilkau-Haßlau |
4½ |
11. |
| |
Katja Köditz |
1681 |
SC Leipzig-Lindenau |
2½ |
26. |
| U16: |
Evgenija Shmirina |
2146 |
Dresdner SC 1898 |
3½ |
19. |
| |
Rüdiger Kürsten |
1850 |
SV Lok Engelsdorf |
3½ |
22. |
| U16w: |
Elena Winkelmann |
1643 |
Dresdner SC 1898 |
5½ |
6. |
| |
Sarah Krenz |
1755 |
VfB Leipzig |
5 |
9. |
| |
Carmen Beltz |
1690 |
SC Leipzig-Gohlis |
4½ |
14. |
| U14: |
Paul Zebisch |
1863 |
SC 94 Oberland |
5 |
8. |
| U14w: |
Melanie Ohme |
1736 |
SC Leipzig-Gohlis |
7½ |
1. |
| |
Hoa-My Nguyen |
1627 |
SC Leipzig-Gohlis |
6 |
4. |
| |
Franziska Gasch |
1546 |
SG Turm Leipzig |
5½ |
6. |
| |
Judith Fuchs |
1655 |
SV Lok Leipzig-Mitte |
5½ |
8. |
| |
Katharina Weiß |
1541 |
SV Görlitz 1990 |
5 |
11. |
| U12: |
Till Heistermann |
1619 |
SC Leipzig-Gohlis |
7 |
19. |
| |
Philipp Roitzsch |
1612 |
SC Sachsenring |
6 |
37. |
| |
Paul Doberitz |
1526 |
SC Leipzig-Gohlis |
5½ |
40. |
| |
Johannes Park |
1396 |
USV TU Dresden |
5 |
58. |
| U12w: |
Juliane Gahn |
1379 |
ESV Delitzsch |
5½ |
4. |
| |
Maria Perlick |
1397 |
SC Leipzig-Gohlis |
4½ |
11. |
| |
Julia Demmler |
1385 |
Muldental Wilkau-Haßlau |
4 |
22. |
| U10: |
Bilgin Osmanodja |
1330 |
USV TU Dresden |
6½ |
23. |
| |
Zhangxian Wang |
1400 |
SC Leipzig-Gohlis |
6 |
29. |
| |
Philipp Boos |
1414 |
USV TU Dresden |
6 |
34. |
| |
Jonas Dünzel |
1230 |
SC 90 Niesky |
6 |
40. |
| |
Justus Matschewsky |
880 |
SV Gelenau |
4½ |
68. |
| U10w: |
Filiz Osmanodja |
1051 |
USV TU Dresden |
6½ |
3. |
| |
Valeria Pantusenko |
1170 |
SV Lok Leipzig-Mitte |
5½ |
9. |
| |
Pia Spangenberg |
1089 |
SC Leipzig-Lindenau |
4½ |
17. |
| |
Annika Schätz |
1037 |
USG Chemnitz |
4 |
23. |
| |
Romy Spangenberg |
833 |
SC Leipzig-Lindenau |
3½ |
25. |
DWZ-Auswertung (pdf):
U18 |
U18w
| U16
| U16w
| U14
| U14w
| U12
| U10
Download der
SwissChess-Dateien (zip)
Bericht von Cliff Wichmann
Uns war klar, dass wir es in diesem Jahr sehr schwer haben würden, die Erfolge
der beiden letzten Jahre zu wiederholen. Immerhin waren wir da mit fünf bzw.
vier Goldmedaillen sowie weiteren herausragenden Platzierungen bestes
Bundesland. Dieses Jahr starteten einige unserer Jungstars eine oder sogar zwei
Altersklassen höher. Damit waren deren Titelchancen natürlich nicht mehr ganz so
groß ...
Trotzdem hatten wir natürlich einen Ruf zu verteidigen und jeder gab bei dieser
Meisterschaft auch sein Bestes.
Das Umfeld für gute Leistungen war im Sauerland-Stern-Hotel in Willingen in
jedem Fall gegeben. Die Zimmer waren gut, das Essen immer reichlich und lecker
und auch die Turnierräume waren ausreichend groß und gut belüftet. Und diesmal
war auch zum ersten Mal für jeden Altersbereich ein extra Trainer vor Ort.
Dr. Gerhard Schmidt war für unsere Jüngsten in der U10 zuständig und war immer
und jederzeit ein beliebter Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme seiner
Schützlinge und deren Eltern. Manche Empfehlungen halfen vielleicht noch nicht
bei diesem Turnier, aber die nächste Partie kommt bestimmt...
In der U12 war der sächsische Leistungssportreferent Oswald Bindrich eingeteilt.
Dazu kamen noch die „Kleinen U8“ die auch in der U10 starteten.
Einige konnten schon gute Erfolge erreichen, andere bekamen aufgezeigt, wo es
überall noch fehlt. Gerade bei den Jüngeren ist ein kontinuierlich gutes
Training unabdingbar. Das bedeutet aber nicht ausschließlich Gruppentraining. Da
sind die Vereine gefragt, auch regelmäßiges Einzeltraining mit ihren größten
Talenten zu organisieren. Bei den Größeren könnte aber auch gerade im
Selbststudium daheim noch wesentlich mehr getan werden.
Das gutes Training sich auch auszahlt, sieht man z.B. an Filiz Osmanodija, die
mit sieben Jahren!!! die Bronzemedaille bei der U10w erkämpfte. Da könnte mal wieder
ein ganz großes Talent heranwachsen. Auch Valeria Pantusenko und Juliane Gahn
hatten lange ausgezeichnete Medaillenaussichten, doch hier fehlte noch etwas die
Konstanz und Stehvermögen. Die Kräfte zehrenden Doppelrunden forderten ihren
Tribut. Da hilft auf Dauer nur regelmäßiges Sporttreiben!
In jedem Fall gab es in diesem Jahr in den unteren Altersklassen wieder Anlass
zur Hoffnung, gerade wenn man bedenkt, dass viele noch der jüngere Jahrgang
waren.
Aber auch der Spaß kam nicht zu kurz. Fast alle lernten in diesen Tagen die
Sommerrodelbahn lieben. Auch das Lagunenbad, das leider nicht über die gesamte
Zeit zur Verfügung stand, war sehr beliebt. Dann gab es noch im Kino den
unvermeidlichen, heldenhaften Harry Potter, wie auch Ice Age und andere
Topfilme. Kurz gesagt, für jeden war was dabei, um sich auch mal zu entspannen.
Die Großen ab der U14 spielten nur neun Runden mit insgesamt zwei Doppelrunden. Aber
trotzdem waren die Turniere nicht weniger anstrengend. Oft ging es mit der
Vorbereitung schon frühmorgens wieder los, also für Trainer und Trainierte ganz
schön stressig.
Der Trainer der U14 war Hendrik Hoffmann. Er kümmerte sich um eine perfekte
Vorbereitung und kümmerte sich sogar um den Ausgleichsport, indem er mit denen,
die es wollten, früh noch joggen ging.
Bei den Jungen über 14 schlug sich Paul Zebisch sehr wacker und erreichte einen
guten 8. Platz. Doch alles überstrahlte der Sieg bei der U14w von Melanie Ohme.
Zwar gehört sie zum Favoritenkreis, aber dass sie so souverän gewinnen würde,
konnte man im Vorfeld bestenfalls hoffen. Zwar wackelte sie zum Ende hin auch
hier und da, doch gerade mit ihrem riesigen Kampfgeist hat sie es sich mehr als
verdient. So lehnte sie z.B. in der Schlussrunde ein schnelles Remisangebot
ihrer Gegnerin ab, obwohl sie damit den Titel ganz sicher in der Tasche gehabt
hätte. Das könnte für viele Spieler dieses Alters ein Vorbild sein. My wurde
etwas unglücklich nur 4. Da war in jedem Fall mehr drin. Franzi Gasch, Judith
und Katharina spielten hier auch ständig an den vorderen Tischen mit, aber für
den ganz großen Wurf reichte es hier diesmal noch nicht. Die U16/U18 teilten
sich der Landestrainer Miroslav Shvarts und ich.
Ausgerechnet hatte man sich vor allem in der U18w einiges, da wir da immerhin
fünf von den ersten sechs Plätzen der Setzliste einnahmen. Allerdings gingen nicht alle
Hoffnungen auf.
Elena wird sicher mit dem 6. Platz bei U16w zufrieden sein. Sie zeigte vor allem
Kampfgeist und war fast immer eine der Letzten. Sarah und Carmen spielte zwar
phasenweise sehr gutes und reifes Schach, aber sie haben noch Probleme in der
Vorteilsverwertung. Fünf bzw. sechs Remis sprechen da eine klare Sprache. Vor
allem bei Sarah wäre bei mehr Risikobereitschaft eine noch bessere Platzierung
möglich gewesen. Evgenias Abschneiden bei der U16m war nicht ganz zufrieden
stellend. Sie muss in wieder härter an ihrem Schach arbeiten, um ihre Erfolge zu
bestätigen. Für Rüdiger war es seine erste deutsche Meisterschaft und dafür
schlug er sich ganz ordentlich. Er weiß selbst, woran er in nächster Zeit noch
besonders arbeiten muss.
Ähnliches trifft auf Raphael in der U18 zu. In der ersten Turnierhälfte spielte
er sehr, sehr gut. Allerdings fehlte hier zum Ende hin auch die Kraft für ein so
stark besetztes Turnier. Von Volker und Falko hingegen hatte man etwas mehr
erwartet. Aber immerhin kämpfte Volker zumindest und hatte manchmal auch einfach
nicht das nötige Glück. So steht ein sicher auch nicht schlechter 7. Platz zu
Buche. Zwei Plätze davor war Falko an sich sehr ordentlich, aber sieben
Remispartien, die nicht wirklich alle ausgespielt waren, sind für einen
ambitionierten Nachwuchsspieler sehr viel!
Die Königsklasse bei den Mädchen verlief aus sächsischer Sicht enttäuschend.
Durchgehend alle hatten in ihren Partien völlig unnötige, leichte Fehler.
Sicher haben sie sich selber sehr viel Druck gemacht. Für alle außer Franzi B.
und Maria war dies die letzte Meisterschaft. Jede wollte ihre beste Seite zeigen
und manche verkrampfte dabei etwas.
Zum Schluss stimmten der 3. Platz von Maria und sechs Platzierungen unter den ersten
Elf etwas versöhnlich.
Das Freizeitprogramm unterschied sich naturgemäß von dem der Jüngeren. Das lag
nicht nur am Altersunterschied, sondern auch im unterschiedlichen Rundenplan
begründet. Ganz oben auf der Liste standen wieder Tanzkurse mit Schiedsrichter
Raphael. Dazu Kickerturniere, heiße Tennismatches, Solariumsbesuche trotz
strahlendem Sonnenschein (nicht Steffi *g*), Spielabende und auch hier
Sommerrodelbahn und Kino.
Ein besonderes Highlight war die Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung. Sicher
lief auch einiges schief, doch bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung ist
das auch kaum zu vermeiden. Ich denke insgesamt eine sehr schöne Meisterschaft,
auch wenn wir auf Grund des häufigen Höherstartens im Medaillenspiegel etwas
zurückfielen.
Fotos und einige lustige Episoden folgen in der nächsten Ausgabe der Rochade.
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