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"Schachmatt dem Krebs" -
1. Offener deutscher Schulschachcup

am 19.06.2004 in Leipzig

Schachmatt dem KrebsIm Rahmen der Veranstaltung "Schachmatt dem Krebs" fand am 19. Juni 2004 in Leipzig der 1. Offene deutsche Schulschachcup statt. In zwei Gruppen (Kindergärten und Grundschulen bzw. Mittelschulen und Gymnasien) fand ein Mannschaftsturnier mit sechs Spielern pro Mannschaft über fünf Runden statt. Startberechtigt waren bundesweit alle Bewerber von Schul-mannschaften ohne vorherige Qualifikationen.

Weitere Infos auf http://www.schachmatt-dem-krebs.de/

Impressionen


 

 

 

Ergebnisse

Bericht von Frank Jäger

Schachmatt dem Krebs 2004Am 19. Juni 2004 fand im Hörsaal-gebäude der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der Krebsliga die Veranstaltung "Schachmatt dem Krebs" statt. Den Krebs schachmatt zu spielen, ist heute für viele Patienten möglich geworden.

Schachlich fanden in diesem Rahmen drei Veranstaltungen statt. Beim 1. Offenen deutschen Schulschachcup im Rahmen der Veranstaltung "Schachmatt dem Krebs" spielten 91 Kinder in den beiden Gruppen "Kindergarten und Schulkinder 1. bis 4. Klasse" (Gruppe A) und "Schulkinder 5. bis 13. Klasse" (Gruppe B). In der Endwertung wurde dann zwischen vereinslosen Spielern und Vereinsspielern unterschieden. Pokale gab es für die drei besten Spieler je Wertungskategorie sowie für den besten Spieler jeder Altersklasse. Das A-Turnier gewann souverän mit 7 Punkten Christian Große von der 49. GS Leipzig. Bester vereinsloser Spieler wurde Philipp Exner (49. GS Leipzig). Im B-Turnier siegte Hermann Sonntag vom Ostwald-Gymnasium Leipzig. Hier wurde Arian Speer vom Theodor-Mommsen-Gymnasium Leipzig bester vereinsloser Spieler. In der Mannschaftswertung gewann die 49. GS Leipzig vor der BIP Kreativitäts-GS Leipzig, die mit sehr vielen Teilnehmern vor Ort war, und dem Käthe-Kollwitz-Heim. Die besten sechs Spieler, egal aus welchem Turnier, wurden als Mannschaft gewertet. Natürlich gab es auch hier Pokale und für die beste Schule ein von Prof. Löffler gestiftetes Demo-Schachbrett. Jeder Teilnehmer freute sich am Ende über einen schönen Preis.

In der Mittagspause spielte der 13-jährige Fidemeister Falko Bindrich simultan. Nur gegen starke Schachspieler vom SC Leipzig-Gohlis und vom neu gegründeten VfB Schach Leipzig musste er Niederlagen einstecken.

Außerdem fand die SMM U20w statt. Hier siegte SC Leipzig-Gohlis I vor dem SC Leipzig-Lindenau und ESV Delitzsch.

Besonders bedanken möchten wir uns auch bei EURO-Schach Dresden, die uns das Spielmaterial zur Verfügung gestellt haben.

Bericht von Wolfgang Gasch

Der 1. offene deutsche Schulschachcup im Schachmatt dem Krebs hat am 19.6.04 in Leipzig stattgefunden.

Mit Fieber erwarteten die Organisatoren den Beginn dieser Veranstaltung. Neues, sehr viel organisatorischer Aufwand und ein sehr ausgefeiltes Eventprogramm waren vorbereitet.
Nach einigen einleitenden Worten von Persönlichkeiten der Medizin und der sächsischen Schachjugend eröffnete Sachsens Schulschachreferent den Cup. Viel Beifall gab es schon da (und noch viel mehr am Ende der Veranstaltung!!!). Dann aber ging es los.

Es wurde aufgeteilt nach Vereinsspielern und Nichtvereinsspielern in den Altersklassen der Vorschule/Grundschule und der Mittelschule/Gymnasien gespielt und gewertet.
Nebenan fand gleichzeitig die Sachsenmannschaftsmeisterschaft U20w statt.
Für die Besucher und spielfreie Kinder gab es gleichzeitig vielseitige, interessante medizinische Vorträge zu der Problematik „Krebs“.
Mittag gab es einen weiteren Höhepunkt, als Deutschlands jüngster Fidemeister Falko Bindrich im VIP-Schach zu einem Simultanturnier herausforderte. 27 Teilnehmer, unter anderem Prof. Dr. Markus Löffler aus der Uni Leipzig, stellten sich. 24mal konnte Falko als Sieger hervorgehen. Das ganze Geschehen wurde von Dr. Dirk Jordan sehr umfassend moderiert.
Zur abschließenden Siegerehrung standen für die Schulkinder jede Menge und sehr schöne Pokale, gestiftet von der Krebsliga, und viele ansprechende Sachpreise zur Verfügung.
Die 49. Grundschule Leipzig bekam durch Herrn Prof. Dr. Löffler ein Demobrett als turnierbeste Schule überreicht. Durch die Siegerehrung führte sehr unterhaltend Frau Dr. Wüller (Krebsliga) mit Herrn Dr. Jordan (Dresdener Schulschachinitiative).

Den krönenden Abschluss des Ganzen bildete in Leipzigs Innenstadt ein gemeinsames Luftballonsteigen. Viele Hundert bunte Luftballons, welche mit Erinnerungsschildchen der Veranstaltung und der teilnehmenden Kinder versehen wurden, stiegen über Leipzigs Dächer auf.
Eine Geldspende aus dem Schulschachcup in Höhe von 350,00 € wird demnächst zur Heilung krebskranker Kinder übergeben. (Wir berichten dazu.)

Auch ein sehr reichhaltiges, breites Mittags- und Vespermenü und ein großes Getränkebuffet sorgten kostenfrei für das Wohl der etwa 100 teilnehmenden Kinder und Erwachsenen.
Leider waren wider Erwarten nur Kinder aus Sachsen, besonders Leipzig, und nicht auch aus anderen Bundesländern vertreten. Aber im Herbst 2005 startet der „2. offene deutsche Schulschachcup im Schachmatt dem Krebs“ in Leipzig. Also bundesweit bitte notieren. Alle sind eingeladen. Übernachtungen werden bereitstehen.

Auswertend aus dem Cup haben wir gelernt, dass beim nächsten Cup keine DWZ, Buchholz usw. mehr etwas zu sagen haben; dann zählen Brettpunkte. Wir wollen noch mehr ein Gleichnis der Vereinskinder und vereinsfreien Kinder schaffen!
Und die „Qual des Mittragens von Spielmaterial der einzelnen Mannschaften“ wird es weiterhin nicht mehr geben! Dank einer großzügigen, kostenlosen Bereitstellung aller Spielmaterialien durch „Euroschach Dresden“ konnten wir schon diesmal unseren Grundsatz verwirklichen.
Es wird wieder ein Einzelturnier geben, mit einer Mannschaftswertung (eingebrachte Brettpunkte der Mannschaftsspieler). Aber, unsere Erfahrung zeigte, dass Mannschaften á sechs Kindern für einige Schulen ein Problem wurde, wohingegen andere Schulen gleich zwei und mehr Mannschaften schickten. Wir überlegen, ob wir nicht wieder auf 4er-Mannschaften zurückgreifen sollten.

Alles in allem, es war eine sehr gelungene Sache! Leipzigs Innenstadt wurde von Schulschachkids an der Seite prominenter Medizinern bevölkert. Es war eine sehr gute Kombination aus gesundheitspolitisch wichtigem Anliegen und einer etwas neueren Form des Schulschachs!
Vielen Dank an all die unermüdlichen und fleißigen Helfer im Vorfeld und am Tage im Hintergrund! Danke allen Sponsoren, welche uns einen so tollen Cupablauf ermöglichten!

Wolfgang Gasch
(Referent Schulschach/Sachsen)

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