Bericht zur BEM Dresden 2006 U10-U20
vom 23. bis 26. Februar 2006 in Sebnitz
In der zweiten Woche der Winterferien vom 22. bis 26. Februar
fanden auch in diesem Jahr wieder die Nachwuchseinzelmeisterschaften des
Spielbezirkes Dresden im KIEZ in Sebnitz statt. Diesmal war es erstmalig
möglich, die Wettkämpfe aller Altersklassen zu diesem Zeitpunkt auszutragen, da
auch die SEM u18 erst nach Ostern gespielt wird. Auch wenn es keine
Sachseneinzelmeisterschaft der AK u20 gibt, richtete der Spielbezirk für die
Jugendlichen dieser Altersklasse eine offene Meisterschaft aus, an der sich auch
die jüngeren Spieler beteiligen konnten, die bereits für die SEM vorberechtigt
sind.
Insgesamt gingen in Sebnitz 127 Spielerinnen und Spieler an den Start, darunter
82 Jungen in den AK u10–u18, die sich vorher in drei Qualifikationsturnieren
durchgesetzt hatten. In den gleichen Altersklassen gab es nur 35 Starterinnen.
In der AK u20 spielten neun Jungen und ein Mädchen, darunter drei „echte“ u20
Spieler und sieben jüngere Teilnehmer.
Dem bewährten Turnierleiter Michael Opitz stand auch diesmal
wieder das eingespielte Schiedsrichter- und Organisationsteam mit Siegfried
Müller, Andreas Worch, Frank Schulze, Stefan Glasewald und Dieter Gärtner als
Schiedsrichter sowie Annegret Wendler für die Finanzen und die Organisation zur
Seite. So konnte die Veranstaltung mit insgesamt ca. 170 Personen reibungslos
ohne größere Probleme oder Pannen bewältigt werden.
Dank der besseren Zahlungsmoral der Teilnehmer bzw. Eltern war diesmal der
überwiegende Teil der Gelder bereits beim SVS gebucht und somit die aufwändige
Kontrolle der Überweisungsscheine bei der Anmeldung nicht notwendig. Dadurch
konnte diese recht zügig abgewickelt werden.
Insbesondere soll an dieser Stelle auch die gegenüber dem Vorjahr wesentlich
verbesserte Disziplin und Ordnung der Teilnehmer gelobt werden. Es gab keine
Schäden in den Zimmern und im Haus und sogar kaum in den Zimmern vergessene
Sachen, die zur Siegerehrung versteigert werden mussten.
Da uns wieder das komplette Bettenhaus zur Verfügung stand, konnten alle
zusätzlichen Übernachtungsanfragen und Sonderwünsche erfüllt werden.
Als Spielräume standen der Diskosaal für die Altersklassen
u14 – u20 mit der längeren Bedenkzeit und die Kegelbahn für die Altersklassen
u10 und u12 bereit, die bereits am Mittwochabend vorbereitet und eingeräumt
wurden. Leider hatten doch einige Teilnehmer bzw. Eltern die Ausschreibung nicht
gelesen, waren nicht rechtzeitig da und es gab etwas Verspätung beim
Turnierbeginn. Doch dann lief alles planmäßig und ruhig ab.
Die vielen kleinen Probleme „hinter den Kulissen“, die von den Teilnehmern
unbemerkt bleiben, konnten auch diesmal Dank der langjährigen guten
Zusammenarbeit jeweils an Ort und Stelle geklärt werden. Dafür bedanken wir uns
bei den Mitarbeitern des KIEZ. Auch ein großes Dankeschön an die Küche für die
gute Verpflegung.
Am Donnerstag erhielten wir Besuch vom SVS. Hannelore
Neumeyer und Frank Spangenberg überzeugten sich vor Ort vom ordentlichen
Turnierablauf und hatten auch Zeit mitgebracht, um über allgemeine Probleme im
Nachwuchsbereich mit der Turnierleitung sowie den anwesenden Betreuern und
Eltern zu sprechen.
Die Freizeit zwischen und nach den Runden verbrachten viele
Teilnehmer beim Tischtennis. Einige Vereine nutzten auch die hauseigene
Kegelbahn.
Für den Termin des traditionellen Tandemturniers durften die Teilnehmer diesmal
Vorschläge unterbreiten, mussten aber gleichzeitig eine gute Tat als
Gegenleistung anbieten. Es war äußerst interessant, was so geboten wurde.
Da der verloren gegangene Hut eines Schiedsrichters steckbrieflich gesucht
werden musste und Fasching auch unmittelbar vor der Tür stand, wurde das
Tandemturnier diesmal im Zeichen des Hutes ausgeschrieben und es waren nur
Teilnehmer mit einer Kopfbedeckung zugelassen. Am Freitagabend startete dann das
Großereignis mit 40 Mannschaften, also 80 Teilnehmern. Die Fantasie reichte von
der Bommelmütze, über das geschlungene Kopftuch oder die gebastelte Schachkrone
bis zum verknoteten Computerkabel. Dazu kamen natürlich wieder die selbst
gewählten Mannschaftsnamen. Und natürlich gab es auch Sieger. Bis Runde 4
führten die beiden alten Könige (U. Stark, M. Nake, beide Grün-Weiß Dresden)
ungeschlagen und standhaft, bauten dann aber stark ab und konnten keinen Sieg
mehr einfahren. Am Schluss standen die Ahnungslosen (S. Glasewald, M. Merker,
Dresden-Striesen und TuS Coswig) mit sechs Siegen an der Spitze des Feldes, vor
den großen Schachlöwen (A. Worch, A. Worch, beide TuS Coswig) mit der gleichen
Punktzahl und der Mannschaft Digital Genial (S. Liebscher, P. Keil, TuS Coswig
und Sc Heidenau) mit fünf Siegen aus sieben Runden. Alle drei Mannschaften
durften sich dann zur Siegerehrung ein kleines vom Turnierleiter gesponsertes
Geschenk für ihre Leistung aussuchen. Als beste Kopfbedeckung wurde übrigens die
Narrenkappe von Mario Schulze (Ottendorf-Okrilla) ausgewählt.
Natürlich waren die Wettkampfpartien das Wichtigste. Es wurde
viel gutes Schach geboten und Kampfgeist an den Tag gelegt. Sicher ist auch der
eine oder andere Spieler oder sein Trainer mit der gezeigten Leistung nicht
zufrieden und ärgert sich über dumme Fehler. Es setzten sich auch nicht immer
die Spieler mit der besten DWZ bzw. die Favoriten durch Überraschungen lauern
eben überall, aber das ist ja gerade das Interessante beim Sport. Die Mädchen
machten es dabei besonders spannend, sicher auch durch die kleinen
Teilnehmerfelder geschuldet. In der AK u12w musste ein Stichkampf über den
Turniersieg entscheiden. In der AK u14w mussten nicht nur zwei Spielerinnen um
den Turniersieg stechen, sondern gleich drei weitere Spielerinnen um die Plätze
4 bis 6, da ja diese für die Teilnahme am Relegationsturnier zur SEM
entscheidend sind.
Am Sonntag gegen 14.00 Uhr wurde dann die Veranstaltung mit
der Siegerehrung beendet. Nach der Versteigerung der Fundsachen und ein paar
allgemeinen Informationen erhielten in diesem Rahmen die Kaderspieler und die
Talentezentren ihre Berufungsurkunden.
Für die Besten der Bezirksmeisterschaft gab es neben den Urkunden wieder
Sachpreise. Gleichzeitig wurden den drei besten Mädchen und Jungen jeder
Altersklasse die Einladungen zur Sachsenmeisterschaft überreicht. Die jeweils
Vierten und Fünften werden ihr Glück beim Relegationsturnier versuchen und
hoffentlich auch noch einen der begehrten Startplätze zur SEM erkämpfen. Dazu
allen viel Erfolg!
Annegret Wendler
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